Freundlichkeitsmeditation
Die richtige Einstellung
Über die Bedeutung dieser Meditation kannst du hier mehr erfahren.
Wenn wir die Freundlichkeitsmeditation regelmäßig üben, kultivieren wir eine innerliche Haltung, die uns helfen kann, mit schwierigen Situationen umzugehen:
- Achtsamkeit:
Achtsamkeit zu praktizieren bedeutet, dass wir häufiger im gegenwärtigen Augenblick sind, ohne zu urteilen. Unsere Sorgen und Ängsten liegen normalerweise nicht im „Hier und Jetzt“ – sie liegen vielmehr in der Zukunft. Auch liegen Reue und Trauer nicht im „Hier und Jetzt“ – sie befinden sich meistens in der Vergangenheit. Wenn wir Achtsamkeit üben, lernen wir, die Aufmerksamkeit öfter ins „Hier und Jetzt“ zu bringen und reduzieren damit die Grübelei über Zukunft oder Vergangenheit. Wir lernen, unserer Erfahrung mit einer offenen, akzeptierenden Haltung zu begegnen und unsere Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen bewusst wahrzunehmen.
- Verbundenheit:
In dieser besonderen Achtsamkeitsmeditation, der Freundlichkeitsmeditation, kultivieren wir nicht nur die positiven Gefühle uns selbst gegenüber. Wir werden daran erinnert, dass alle Menschen mit Schwierigkeiten und leidvollen Erfahrungen konfrontiert sind. Wir erkennen also, dass wir nicht allein sind mit unserem Schmerz. Dieses Erkenntnis lässt uns Verbundenheit und Zugehörigkeit fühlen; essentielle Gefühle für die Zufriedenheit und das Wohlgefühl.
- Selbstfreundlichkeit:
In der Freundlichkeitsmeditation kultivieren wir eine Einstellung uns selbst gegenüber, bei der wir uns um uns selbst kümmern, wie ein guter, verständnisvoller Freund oder eine fürsorgliche Mutter. Wir verurteilen uns nicht. Diese Fürsorge beruhigt das Nervensystem auf tiefster Ebene und ist damit der Gegenspieler des bekannten „inneren Kritikers“, der nie mit uns zufrieden ist.